Schumann-Preisträger 2007 gekürt

Am 31. Januar 2007 tagte wieder einmal die Jury zur Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau, bestehend aus dem Oberbürgermeister, der Kulturbürgermeisterin, einer Stadträtin aus dem Kultur- und Bildungsausschuss sowie zwei Vorstandsmitgliedern der Robert-Schumann-Gesellschaft, die die Preisvorschläge erarbeitet hatte. Einstimmig wurden die in Vancouver/Kanada lebende amerikanische Musikwissenschaftlerin Margit L. McCorkle und der im kanadischen Toronto ansässige Pianist Anton Kuerti als Preisträger 2007 bestätigt.

Margit McCorkle ist, neben zahlreichen anderen Publikationen, das vor wenigen Jahren im renommierten Verlag G.Henle/München und im Rahmen der Neuen Schumann-Gesamtausgabe bei Schott/Mainz erschienene Schumann-Werkverzeichnis zu danken. Dieses mehr als 1000-seitige, umfassende Kompendium enthält alle derzeit verfügbaren Informationen (Entstehungszeit und –umstände, Autographen und Abschriften, Drucklegung und Erstaufführung usw.) über Robert Schumanns musikalisches Œuvre und darf als Standardwerk der Schumann-Forschung im beginnenden 21. Jahrhundert gelten. Die Autorin, die im Vorfeld der Publikation auch mehrfach im Zwickauer Schumann-Archiv gearbeitet hat, gilt als weltweit beste Kennerin der Brahms- und Schumann-Bibliographik. Margit McCorkle wird den Robert-Schumann-Preis 2007 am 7. Juni – dem Vorabend von Schumanns Geburtstag und Auftakt der diesjährigen “Zwickauer Musiktage“ – aus den Händen von Oberbürgermeister Dietmar Vettermann in Empfang nehmen. Der Festakt wird vom Aurora-Streichquartett umrahmt.

Anton Kuerti, 1938 in Wien geboren und mit seiner österreichisch-jüdischen Familie als Kind in die USA emigriert, wo er seine Ausbildung erhielt, lebt seit langem in Kanada, ist aber auch in den wichtigsten europäischen Konzertsälen zuhause. Oft hat er seinerzeit in der DDR gastiert und war sogar in der Saison 1977/78 Solist eines Zwickauer Sinfoniekonzerts unter Albrecht Hofmann. Kuerti, der spektakuläre Auftritte meidet und für sein verantwortungsvolles, genau kalkuliertes Klavierspiel bekannt ist, hat wesentliche solistische und konzertante Werke Robert Schumanns vorbildlich interpretiert und in einer Reihe von CD-Aufnahmen dokumentiert. Man feiert ihn als Ausnahmepianisten, und in dieser Eigenschaft hat ihm erst kürzlich die Zeitschrift “Piano News“ ein einfühlsames Porträt gewidmet. Zur Entgegennahme des Schumann-Preises wird Anton Kuerti nach einer England-Tournee Ende August nach Zwickau kommen und selbst in der Festveranstaltung mitwirken, in der sein deutscher Kollege und Freund, der Pianist und Geiger Prof. Kolja Lessing, die Laudatio hält und gemeinsam mit Kuerti musiziert.

G. N.


Dr. Gerd Nauhaus, Vorsitzender der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau
6. Febr. 2007

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