Gefangen im Zauber der Dichtung – Robert Schumanns Jugendlyrik

(24. 5. 2007, 20.03h – 21.00h auf Bayern 4, KlassikPlus)


Robert Schumann – der Träumer, der Mystiker, der Ironiker. Hinter den vielen Charakterisierungen, die den Komponisten zu fassen suchen, findet sich bei genauerem Hinsehen ein Mensch, der in seinem ganzen Streben eine Vielseitigkeit bündelt, die die Komplexität des beginnenden 19. Jahrhunderts spiegelt. Der genialen Mischung seiner musikalischen wie literarischen Veranlagung verdankt die Nachwelt Lieder, die die Schattierungen seiner empfindsamen Seele ahnen lassen und die in der künstlerischen Interpretation unerschöpflich bleiben.

Schon als Jugendlicher von der Gewissheit beherrscht, künftig ein berühmter Mann zu werden, probiert er sich zunächst als Dichter und stellt einen eigenen Lyrikband zusammen: „Allerley aus der Feder Roberts an der Mulde“. In den Gedichten spielt Schumann mit Sprache und spürt ihre Musikalität auf. Seine Entscheidung schließlich für die Musik ist das Ergebnis einer Neugewichtung: das Spiel mit Sprache als Musik hat sich gewandelt zum Spiel mit Musik als Sprache.

Mit der Darstellung von Epoche, Elternhaus und Bildung, mit Einspielungen aus Schumanns musikalischem wie lyrischen Schaffen und mit Erläuterungen von Künstlern und dem Musikwissenschaftler Herrn Dr. Nauhaus vom Robert-Schumann-Haus in Zwickau stellt diese Sendung Robert Schumann in einem Lebensabschnitt vor, in dem er erst zu der Persönlichkeit heranwächst, als die wir ihn heute wahrnehmen.

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