Ilona Eibenschütz (1873–1967)

Ilona Eibenschütz (1873–1967)
Ilona Eibenschütz (1873–1967)

Ilona Eibenschütz
Foto aus der Sammlung Manskopf, UB Frankfurt
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/


Die in Budapest geborene Ilona Eibenschütz war bereits als Sechsjährige ein gefeiertes Wunderkind. Sie konzertierte in Skandinavien, Rußland, Deutschland und in Österreich-Ungarn. Von 1886–1890 studierte sie bei Clara Schumann und entwickelte sich in der Folge zu einer respektierten Interpretin vor allem der Werke von Brahms. Der Komponist selbst war von ihr begeistert. In London führte sie 1894 seine Klavierstücke op. 119 und viele seiner Kammermusikwerke erstmals auf.

Sie war eine temperamentvolle und bewegliche Persönlichkeit, spielte jedoch mit wenig Körperbewegung und größter Ruhe. Ilona Eibenschütz zog sich früh vom Konzertpodium zurück, heiratete und ließ sich in England nieder. 1903 machte sie ihre ersten Schallplattenaufnahmen; noch 50 Jahre später folgten einige private Aufnahmen sowie gesprochene Erinnerungen an Johannes Brahms.

(J.M.N.)

Vgl. zu Ilona Eibenschütz auch unbedingt: https://mugi.hfmt-hamburg.de/

Ilona Eibenschütz talks and plays: Reminiscences of Brahms (1952)
m.youtube.com/

Vgl. zu Ilona Eibenschütz die umfassende Würdigung von 2019: Die Schülerin - Die Meisterin. Ilona Eibenschütz und Clara Schumann. Zeitzeugnisse einer Frauenkarriere um 1900. Herausgegeben von Ingrid Bodsch, bearbeitet von Kazuko Ozawa und Matthias Wendt, Verlag StadtMuseum Bonn, 2019.