Rückert-Studien Band XIX Friedrich Rückert und die Musik

Tradition – Transformation – Konvergenz
Hrsg. v. Ralf Georg Czapla
290 S., Würzburg: Ergon Verlag, 2010
• ISBN: 978-3-89913-779-8
• ISSN: 0557-4404

Diese Jahresgabe der mit unserer RSG in korporativer Mitgliedschaft verbundenen Rückert-Gesellschaft beschäftigt sich in mehreren Beiträgen mit den vielfältigen Beziehungen Rückerts zu politischen Liedern, Trauergesängen sowie Liebes- und Frühlingspoesie und den zahlreichen Vertonungen seiner Gedichte von Komponisten verschiedenster Epochen. Gediegen aufgemacht und solide redigiert bietet das Jahrbuch in gebundener Ausgabe interessante, sowohl zeitlich als auch inhaltlich breit gefächerte Ausführungen zu dieser speziellen Thematik.

Franz Josef Wiegelmann eröffnet den Band mit einem aufschlussreichen Beitrag zum sicher außergewöhnlichsten Verhältnis, das von einem Dichter und „seinem“ Liedkomponisten bekannt ist, nämlich dem zwischen Goethe und Zelter. Rückerts Gedichte gehören mit zu den am häufigsten vertonten. Besonders populär und viel verwendet wurde sein Schwalbenlied („Aus der Jugendzeit klingt ein Lied“), dem Karin Vorderstemann nachgeht. Ein breites Spektrum zahlreicher Rückert-Gedichte und ihrer Vertonungen eröffnet aus weit reichender eigener Erfahrung heraus Liedsänger Dietrich Fischer-Dieskau, während Rudolf Denk auf die bekannten Vertonungen Franz Schuberts eingeht. Mit Robert Schumanns Liederzyklus nach Rückert-Gedichten Minnespiel op. 101 und dessen Entstehung während der Dresdner Mai-Revolution 1849 beschäftigt sich Joachim Steinheuer. Schumanns Zeitgenossen Carl Reinecke und seine Rückert-Vertonungen greift Jessica Riemer auf, die von Gustav Mahler und Richard Strauss Dennis Roth. Über die verschiedenen Ansätze zur Interpretation von Rückert-Liedern berichten Ralf Georg Czapla und Christian Gerhaher und über Rückerts Beziehungen zum Musiktheater seiner Zeit Bernd Zegowitz.

Ein Verzeichnis sämtlicher Rückert-Vertonungen (Jessica Riemer), zwei Rezensionen, Abbildungsnachweise und Register runden den inhaltlich breit gefächerten und lesenwerten Band sinnvoll ab.

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