„Eine neue poetische Zeit.“ Symposium und Konzert zum 175jährigen Jubiläum der Neuen Zeitschrift für Musik

Von Michaela G. Grochulski

Das Jahr 2009 ist ein musikalisches Gedenkjahr, wie es jenseits der musikwissenschaftlichen Öffentlichkeit selten in so konzentrierter Form wahrgenommen wurde. Gleich mehrerer namhafter Komponisten wird in der Öffentlichkeit gedacht: Felix Mendelssohn Bartholdy (200. Geburtstag), Joseph Haydn (200. Todestag), Georg Friedrich Händel (250. Todestag) und Louis Spohr (150. Todestag). Allen sind dieses Jahr wissenschaftliche und musikalische Veranstaltungen, teils auch in den Medien äußerst präsent, gewidmet.

Nicht nur Personen, sondern auch einer Zeitschrift eine eigene Gedenkveranstaltung, zudem in Form eines Symposiums und Konzerts, zu widmen, wie dies am 2. und 3. April in Düsseldorf geschah, ist eine außergewöhnliche Idee, für die sich in ihrer Konzeption keine Zeitschrift besser anbieten dürfte als die Neue Zeitschrift für Musik (NZfM). Musikalische Fachzeitschriften gab es im 19. Jahrhundert viele, wie die Bibliographie von Imogen Fellinger zeigt. Keine Zeitschrift hat jedoch eine solche Tradition wie die NZfM, die am 3. April ihr 175jähriges Jubiläum feierte. Von Robert Schumann an diesem Tag im Jahr 1834 in Leipzig in den Räumlichkeiten des heutigen Museums und Gasthauses Coffee Baum gegründet und zunächst von mehreren Redakteuren geleitet, wird die Redaktion 1835 von ihm allein übernommen und bis Ende 1844 fortgeführt. Sein Ziel war die Verbindung von Musik und Literatur und eine neue Art von Musikkritik, ein Schreiben über Musik als literarisches Kunstwerk anstelle der Beckmesser-Manier. Zudem ging es ihm um das musikalisch Neue – unter Einbeziehung der Vergangenheit, wie nicht zuletzt auch die Beilagen der Zeitschrift bezeugen. 1906 vereinigte sich die NZfM mit dem Musikalischen Wochenblatt, ebenfalls in Leipzig ansässig, bis sie schließlich 1911 wieder ein eigenes Organ wurde. Als Neue Zeitschrift für Musik existiert sie bis heute und wird bei Schott International in Mainz verlegt.

Wissenschaftlich erforscht ist ihre Entwicklung kaum: Es existieren nur äußerst wenige, ungedruckte Dissertationen und Examensarbeiten; letztere sind dem Forscher leider nicht zugänglich. Und so gebührt der von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordinierten Robert-Schumann-Forschungsstelle Düsseldorf, namentlich den Wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Michael Beiche, Dr. Armin Koch und Dr. Matthias Wendt, großer Dank, die Idee, die Zeitschrift ins Zentrum der Betrachtung zu rücken und damit neue Forschungsperspektiven zu eröffnen, entwickelt und ausgearbeitet zu haben.

Die zweitägige, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Veranstaltung fand am 2. und 3. April in den Räumlichkeiten und in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf statt. Der Veranstalter Robert-Schumann-Forschungsstelle e.V. mit seinem Vorsitzenden Prof. Dr. Klaus Wolfgang Niemöller und den Kooperationspartnern Heinrich-Heine-Institut, Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf und Robert Schumann Hochschule hatte sich zum Ziel gesetzt, das Programm der NZfM in Konferenz und Konzert mit Lesung konzeptionell wie inhaltlich widerzuspiegeln: die Verbindung von Musik und Literatur respektive von Musik- und Literaturwissenschaft. Das gelang in vorzüglicher Weise.

Diverse namhafte Musik- und Literaturwissenschaftler waren geladen, sich mit den beiden Themengebieten „NZfM“ und „über Musik schreibende Komponisten“ auseinanderzusetzen. Der erste Tag war dem Themengebiet NZfM im engeren Sinne gewidmet. Es galt zunächst einmal, das Umfeld des Gründungszeitraums und ‑ortes zu erarbeiten, um dann in einem weiteren Schritt die Bedeutung einzelner Aspekte und Facetten bis hin zur philologisch relevanten Fragestellung nach einer „Fassung letzter Hand“ der Schumannschen Schriften zu beleuchten. Es zeigte sich im Rahmen der Konferenz auch, dass die NZfM ihrerseits Vorbild für andere Zeitschriften war. Darüber hinaus wurde die Konzeption der Schumannschen Zeitschrift thematisiert. Dabei wurde deutlich, dass die Gründung und Ausrichtung der NZfM im Zusammenhang mit der damaligen Musikzeitschriften-Landschaft gesehen werden muss, von der sich die Redakteure formal wie inhaltlich absetzen wollten, insbesondere von der AmZ (Allgemeine musikalische Zeitung). Samuel Weibel fokussierte in seinem Referat das Jahr 1834 und arbeitete die Tendenzen der Zeitschriften der Zeit und ihre Art der Kritik heraus, worauf die Gründung der NZfM eine Reaktion bilde. Michael Beiche verglich vor dem Hintergrund des Romantik‑ und Poesiebegriffs die NZfM mit der Leipziger Konkurrenz AmZ. Anhand der Dresdner Jahre Schumanns, die in der bisherigen Forschung ein Desiderat darstellen, machte Hans-Günter Ottenberg deutlich, wie stark Schumann die Dresdner Tagespresse rezipierte und welche Bedeutung sie für ihn hatte. Isabell Brödner gab anhand des Portobuchs von Robert Schumann interessante Einblicke in die penible Arbeitsweise des Redakteurs und zeigte zudem, wie bedeutsam diese Quelle für die Inhalte verschollener Briefe sein kann. Mit den den einzelnen Nummern der NZfM vorangestellten Mottos beschäftigte sich Kazuko Ozawa. Sie untersuchte diese im Hinblick auf Vorbilder, Themen, Funktion und Wirkung. Dabei zeigte sich, wie sie mit Zeit‑ oder mit persönlichem Geschehen in Verbindung stehen. Johanna Steiner widmete sich den musikalischen Beilagen der NZfM im Hinblick auf Vorbilder, Ziele und Gestaltung. Der Bereich der teilweise intertextuellen Rezeption der Zeitschrift, auch bedingt durch einen internationalen Korrespondentenring, wurde von Klaus Wolfgang Niemöller und Thomas Synofzik erarbeitet. Anhand der mehrbändigen Ausschnittsammlung „Zeitungsstimmen“ zeigte Ute Bär, welche Themenfelder Schumann sammelte, teils auch mit Kommentaren vermerkte und wie vor diesem Hintergrund die Frage nach der Fassung in der Ausgabe der von Martin Kreisig herausgegebenen Gesammelten Schriften (1914) zu bewerten ist. Wer der Annahme war, Schumann habe ausschließlich für die NZfM gearbeitet, dem wurde durch Helmut Loos anderes vermittelt. Er legte dar, dass der Komponist, Dirigent, Verleger und Musikschriftsteller auch als Rezensent für Leipziger Tageszeitungen arbeitete. Die wesentliche Frage nach der „Fassung letzter Hand“ und ihrer Bedeutung beleuchtete Bodo Bischoff anhand einer Synopse von in unterschiedlichen Jahren verfassten Artikeln Schumanns. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie sehr Schumann Texte an seinen Adressaten und Veröffentlichungsorganen orientierte, so dass letztlich der Begriff der Fassung nicht mehr adäquat erscheint. Akio Mayeda beschloss den wissenschaftlichen Teil des ersten Konferenztages mit einer Analyse des kompositorischen Werkes von Schumann vor dem Hintergrund des davidsbündlerischen Gedankenguts „der jungen Brauseköpfe […] lasst uns nicht müßig zusehen, greift an, dass es besser werde, […]“.

Die musikalisch-literarische Abendveranstaltung, gefördert von der Strecker-Stiftung/Mainz und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Schumann-Netzwerkes, rundete den ersten Tag ab und stand ganz im Zeichen der Kongress-Idee: „die literarische Umsetzung musikalischer Erfahrungen“ und die Verdeutlichung des Schumannschen Anliegens, die NZfM möge „Multiplikator von Kompositionen auch durch musikalische ‚Beilagen‘“ sein, die zudem von jungen Nachwuchsmusikern vorgetragen wurden. Dazu wählte man Kompositionen, die in der Zeitschrift abgedruckt waren oder mit ihr in anderem Zusammenhang stehen. Auf dem Programm standen Werke für Klaviersolo (Frederike Möller) sowie Sopran (Désirée Brodka) und Klavier– teils ergänzt durch Violoncello (Wolfgang Lehner) – von Carl Maria von Weber, Clara Wieck, Josephine Lang, Carl Koßmaly, Robert Schumann, Franz Liszt und Felix Mendelssohn Bartholdy. Hanns-Josef Ortheil, Pianist, Musikwissenschaftler und Schriftsteller, las aus Die weißen Inseln der Zeit den autobiographischen Essay „Fantasie in C-Dur“. Hier gehen Fiktion, romantischer Diskurs und Autobiographie Ortheils fließend ineinander über. Schumann spielt in dieser Erzählung die Schlüsselfigur für den Protagonisten, einen heranwachsenden Pianisten, in zweifacher Hinsicht; zum einen in emotionaler: Schumann „ist Hausherr und Erzähler“, er bittet das Kind in sein Haus und öffnet ihm Möglichkeiten zur Artikulation – Musik als Sprache; hier spielt der Autor mit dem romantischen Unsagbarkeitstopos und stellt den jungen Klavierschüler als Ausdrucksmusiker dar, der bei Konzerten einzig in der Welt der Musik versinkt ohne das Publikum zu realisieren – l’art pour l’art, Entgrenzung und Verschmelzung von Musik und Musiker. Erinnerungen an Wackenroders Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders werden geweckt. Zum anderen ist Schumann aber auch fachlich das Negativ-Vorbild des aus gesundheitlichen Gründen scheiternden jungen Pianisten: Ein Sehnenanriss verhindert die Fortsetzung der so vielversprechend begonnenen Karriere und lässt den Erzähler mit Schumann zutiefst hadern. Er flüchtet sich in eine Art Substitut, studiert nun Philosophie, Musik und Literatur – und findet sich schlussendlich als Musikkritiker, Musikschriftsteller im Auditorium. Dieses Substitut wandelt sich im Laufe der Zeit jedoch zur neuen Perspektive, sein „Schumann-Fieber setzt wieder ein“ und er würde am liebsten einen Roman über diesen Musiker schreiben. Diese Erzählung Ortheils nahm auf einer literarischen Metaebene exemplarisch vorweg, was im Referat von Monika Schmitz-Emans am folgenden Tag über die Davidsbündler als Fiktion gesagt werden sollte: Robert Schumann als Prototyp des romantischen Schriftstellers, Mensch und Kunstfigur verselbstständigen sich und werden letztlich – hier zumindest durch die Planung des Romans – selbst zum Gegenstand der Erinnerung, wobei sich im Unterschied zu den Davidsbündlern die beiden Figuren im letzten Schritt wieder einander annähern.

Der zweite Tag stand unter dem Motto „Der über Musik schreibende Komponist“. Hier wurde die Interdisziplinarität zwischen Musik‑ und Literaturwissenschaft besonders deutlich oder, um es mit Ulrich Konrad zu formulieren: der dialektische Diskurs zwischen dem Eigentlichen (Musik) und Uneigentlichen (Schriften u.a.). Dass sich im 19. Jahrhundert neben Schumann zahlreiche Doppelbegabungen fanden und sich diese auf unterschiedliche Weise ausdrückten, wurde in der thematischen Anlage des zweiten Konferenztages deutlich. Nicht zuletzt zeigte sich auch, inwieweit Schreiben über Musik von Korrespondenten oder Dritten Auswirkungen auf die Ausrichtung einer Zeitschrift haben und wie man dieses als Instrumentalisierungsmöglichkeit nutzen kann. Ulrich Konrad gab mit einem grundlegenden Referat einen Überblick über die Problematik des Verständnisses von deutschsprachigen Komponistenschriften. Hierbei geht es nicht nur um die unterschiedlichen Möglichkeiten dessen, was als Komponistenschrift bezeichnet werden kann und deren Inhalte, sondern auch um die Funktion, die diese Schriften im 19. Jahrhundert erfüllten: Sie dienten als bürgerliche Legitimation der praktischen Kunst. Damit verband der Referent indirekt mahnende Worte: Die damalige Funktion sollte für uns heute eine starke Motivation sein, im Rahmen von Gesamtausgaben nicht gegen die ursprünglichen Absichten und das Selbstverständnis der Komponisten zu verstoßen und die Editionen nicht allein auf den Notentext mit kritischem Bericht zu beschränken. Dafür stellt letztlich die Auswertung aller Referate ein beredtes Zeugnis dar. Armin Koch widmete sich einigen nicht über Musik schreibenden Komponisten und zeigte anhand von Mendelssohn Bartholdy, Bruckner und Brahms auf, wie unterschiedlich Haltung und Motivation im Hinblick auf ein Nicht-Schreiben begründet sein können und wie widersprüchlich bzw. inkonsequent sie teilweise umgesetzt worden sind. Bernd Kortländer erläuterte den von Schumann eingeführten und auf Ironie als künstlerische Haltung zielenden Begriff des Heinismus und stellte anhand dessen die unterschiedliche künstlerische Haltung Schumanns und Heinrich Heines als Musikkritiker dar. In seinem Beitrag über die geplante Herausgabe einer Zeitschrift durch Carl Maria von Weber und Gottfried Weber entwickelte Oliver Huck den Entwurf einer Zeitschriftentypologie, die er der Zeitschrift Webers gegenüberstellte. Daraus wurde ersichtlich, dass diese als ein deutlicher Gegenentwurf zur AmZ geplant war und Musikwissenschaftliches, vornehmlich instrumentenkundliche Elemente, mit Feuilletonistischem verbinden sollte. Dem Redakteur Carl Maria von Weber folgte ein Beitrag über ihn als Schriftsteller. Sikander Singh beleuchtete vor dem Hintergrund der frühromantischen Diskurse Webers Fragment Tonkünstlers Leben und E. T. A. Hoffmanns Lebensansichten des Katers Murr und zeigte, dass Wilhelm Meisters Lehrjahre von Goethe den gattungsgeschichtlichen und auf die Gattung des Musikerromans erstmals übertragenen Bezugspunkt bilden. Yvonne Wasserloos beschäftigte sich mit der Rezeption der NZfM in Skandinavien und gab Einblicke in die redaktionelle Arbeit der Zeitschrift Nordiske Musikblade, die von Grieg, Horneman und Söderman herausgegeben wurde und sich ausschließlich der Erstedition von Musikstücken widmete, unter der Voraussetzung, dass sie „originell“ und „von hohem künstlerischen Wert“ seien. Vor dem Hintergrund der These, dass die Romantik eine Literatur der Entgrenzung und Transgression sei, beleuchtete Monika Schmitz-Emans den Davidsbund als literarische Fiktion und sah in Robert Schumann den Prototyp des romantischen Schriftstellers, der in seinen Protagonisten den Topos der Lebendigkeit, Offenheit und Entgrenzung aufgreife und im Laufe der Zeit Menschen und Kunstfiguren auseinanderleben und verselbstständigen lasse. Diesen Prozess, der mehrere Phasen beinhalte, durchliefen letztlich auch die Schriften Schumanns bis zur Ausgabe der Gesammelte[n] Schriften über Musik und Musiker (1914) und würden dadurch selbst zum Gegenstand des Gedenkens. Der letzte Teil des Symposiums widmete sich einigen Mitarbeitern der NZfM. Mit ausgewählten Beiträgen Franz Liszts für die NZfM befasste sich Rainer Kleinertz und legte dabei dar, dass Liszt zwar einerseits ein gewisses Interesse für Robert Schumann hegte, sich aber andererseits als geschickter Promotor Richard Wagners gegen dessen Willen erwies. In diesem Zusammenhang wurde erneut die Frage nach dem Begriff der Fassung aufgeworfen, da Liszt hierbei auf Texte oder Textpassagen früherer Publikationen für andere Zeitschriften oder Tageszeitungen zurückgriff und diese neu kontextualisierte. Matthias Wendt zeigte Heinrich Dorn als einen angriffslustigen und sehr entschieden zur Sache gehenden Musikschriftsteller, der nicht nur für die NZfM, sondern auch für verschiedene Tageszeitungen arbeitete und sich teilweise heftiger Gegenkritik ausgesetzt sah. Dennoch währte Dorns Tätigkeit als Musikschriftsteller so lange wie die keines anderen Zeitgenossen: 60 Jahre. Auch Richard Wagner gehörte zu den Mitarbeitern der NZfM. Wie Klaus Döge belegte, war Wagner zwischen 1834 und 1870 in dieser Zeitschrift präsent. Das geschah entweder durch Rezensionen, Artikel oder Aufsätze, deren bekanntester Das Judentum in der Musik ist, oder durch Abdruck von Briefen des Komponisten. Auf verschiedene Weise versuchte Wagner auf die Ausrichtung der Zeitschrift massiven Einfluss zu nehmen und instrumentalisierte dazu besonders Theodor Uhlig. Die Konferenz beschließend beleuchtete Joseph A. Kruse Wagner als Musikschriftsteller und bezog sich dabei auch auf das Selbstverständnis des Komponisten, welches nicht nur in Erzählungen und Berichten, sondern insbesondere in seiner Vorstellung des Gesamtkunstwerks deutlich wird. Dabei sei „Heine der Leitstern Wagners“, unterstützt von starken Einflüssen Jean Pauls und Börnes.

Erfreulich waren die teilweise sehr ausführliche Diskussion der Beiträge sowie der große Zuspruch, den Symposium und Konzert/Lesung gefunden haben. An beiden Tagen waren zahlreiche Interessierte und Wissenschaftler im Rund des Sitzungssaals sowie im Konzertauditorium zu finden, ebenso Doktoranden und Studierende. Dass gerade auch letztere teilnehmen, ist nicht nur wünschenswert, sondern für jene äußerst lohnend. Denn in solchen Symposien wird nicht ausschließlich Spezialwissen vermittelt, sondern auch deutlich gemacht, wie dieses mit dem musikwissenschaftlichen, geistesgeschichtlichen, kulturhistorischen Gesamtkontext zusammenhängt. Weder Musik noch eine Musikzeitschrift stehen „l’art pour l’art“ für sich allein, sondern sind immer auch gesellschaftsbezogen. So bieten Symposien, und nicht zuletzt das hier besprochene, eine hervorragende Ergänzung zum Studium und sollten von Studierenden auch als Chance genutzt werden. Sowohl in inhaltlicher Konzeption wie in organisatorischer Durchführung ist das Symposium zur NZfM hervorragend gelungen und bietet reichlich Anregungen für die weitere Forschung. Eine Veröffentlichung der Referate des Symposiums ist im Rahmen der Schumann-Forschungen geplant. Konzert und Lesung können in nächster Zeit voraussichtlich auch in weiteren Schumann-Städten (Bonn, Dresden, Leipzig und Zwickau) erlebt werden. Es wäre schön, wenn die gelungene Gesamt-Veranstaltung auf diese Weise ‚Nachhall’ fände.


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