Anton Kuerti, Pianist (Kurzvita) - Schumannpreisträger 2007

Anton Kuerti, geboren 1938 in Österreich, wuchs in den USA auf und studierte in Cambridge/Mass., Cleveland und Philadelphia Klavierspiel und Komposition. Zu seinen Lehrern zählten Arthur Loesser und Rudolf Serkin. Seit Jahrzehnten lebt Kuerti in Kanada, wozu ihn nicht zuletzt politische und kulturpolitische Gründe veranlassten. Er engagiert sich in Menschenrechtsorganisationen und pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit dem kanadischen Rundfunk (CBC).

Als Pianist gilt seine Liebe vor allem der deutsch-österreichischen Klassik, aber auch der Musik des 19. Jahrhunderts, und da wiederum besonders Robert Schumann. Neben seiner Konzerttätigkeit in den USA und Kanada gastiert er häufig in Europa und trat vor 1989 mehrfach in der DDR auf, so 1974 auch im Rahmen der Zwickauer Sinfoniekonzerte.

Im Rahmen der Schumann-Edition bei ETERNA legte er die vermutlich erste Gesamtaufnahme von Robert Schumanns Novelletten op. 21 vor. Seitdem hat er zahlreiche exemplarische CD-Einspielungen der wichtigsten solistischen und konzertanten Werke Schumanns produziert. Kuerti gilt als Ausnahmepianist, der die spektakulären Auftritte und übergroßen Konzertsäle meidet und statt dessen einen “vernünftigen“ Umgang mit den Meisterwerken der Vergangenheit pflegt, als dessen Maxime ihm gilt: »Die wichtige Sache ist, nicht pedantisch und diktatorisch mit der Musik umzugehen, sondern sie intelligent und verstehbar zu gestalten.« Sein engagierter Einsatz für die Werke Robert Schumanns verdient höchste Anerkennung.

[Abb. 1]
[Abb. 2] Anton Kuerti, 2006

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