„An den Rhein und weiter". Woldemar Bargiel zu Besuch bei Robert und Clara Schumann.

Ein Tagebuch von 1852 hrsg. von Elisabeth Schmiedel und Joachim Draheim. Schumann-Studien Sonderband 6. Im Auftrag
der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau hrsg. v. Gerd Nauhaus. 118 S., 22 Abb., Hardcover, Sinzig: studio verlag, 2011;
ISBN: 978-3-89564-134-3

Buchbesprechung von Michael Struck zu „An den Rhein und weiter. Woldemar Bargiel zu Gast bei Robert und Clara Schumann“, aus: Correspondenz. Gegründet 1980 von Dr. Gisela Schäfer. Mitteilungen der Robert- Schumann-Gesellschaft e.V. Düsseldorf, Nr. 34 / Januar 2012, herausgegeben im Auftrag der Robert-Schumann- Gesellschaft e. V. Düsseldorf von Irmgard Knechtges-Obrecht, S. 6-13

Shaker Verlag Aachen 2012
ISBN 978-3-8440-0695-7
ISSN 1865-3995

Copyright ShakerVerlag 2012

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„An den Rhein und weiter".
Woldemar Bargiel zu Besuch bei Robert und Clara Schumann.

Michael Struck

„Johannes Brahms kann ich mir als Person gut vorstellen, so wie er in Biografien und Erinnerungen geschildert wird. Aber Robert Schumann? Der bleibt mir als Mensch ein Rätsel.“ Das sagte mir in den 1980er Jahren Martin Schoppe (1936–1998), damals Leiter des Zwickauer Robert-Schumann-Hauses. Recht hatte er – und zwar nicht, weil es über Schumann zu wenig biografisch-dokumentarisches Material gäbe, sondern weil sich die unterschiedlichen „Textsorten“ dieses Materials nur schwer zusammenzufügen scheinen. Denn Schumanns höchst beredsamer Musik, seinen stilistisch glänzenden, wortgewandten Aufsätzen und Rezensionen, den treffsicher-lapidaren Tage- und Haushaltbuch-Notizen steht eine Persönlichkeit gegenüber, die von Zeitgenossen, Freunden und Biografen oft als in sich gekehrt, schweigsam bis zur(scheinbaren) Unhöflichkeit beschrieben wird – und andererseits als uneigennützig, hilfsbereit bis hin zur Selbstlosigkeit (denken wir nur an das Extrembeispiel Brahms!), mitunter auch als kommunikativ, tanzfreudig, humorvoll. Sicherlich ist das, was von einem Künstler bleibt, letztlich vor allem seine Kunst. Und die zeigt uns in Gestalt von Schumanns Oeuvre einen manchmal bemerkenswert kraftvollen, enthusiastischen, risikobereiten, unerschrocken innovativen, ebenso sehr aber auch sensiblen, gelegentlich reizbaren, geheimnisvollen, ja esoterischen Musiker, der mit der Welt, den politischen Ereignissen seiner Zeit und der musikalischen öffentlichkeit teils im Einklang, teils im Zwiespalt lebt und komponiert.

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Michael Struck zu "An den Rhein und weiter".

 

 

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