Schumann-Gedenkstätte

Befand sich von 2003 bis 2019 im Schumannhaus Bilker Straße 15, 40213 Düsseldorf.

Robert Schumann traf am 2. September 1850 in Düsseldorf ein. Im Haus Bilker Straße 15 befand sich seine vierte und letzte Wohnung in Düsseldorf. Die sechsköpfige Familie (der jüngste Sohn Felix wurde 1854 in diesem Haus geboren) zog am 19. September 1852 in den ersten Stock des Gebäudes ein. Robert Schumann lebte hier bis zum 4. März 1854, dem Tag seiner Einlieferung in die Nervenheilanstalt zu Endenich bei Bonn. Clara Schumann, die im zweiten Stock des Gebäudes ein eigenes Studierzimmer hatte, bewohnte das Haus mit ihren Kindern noch bis August 1855 und zog dann in die Poststraße 25, wo sie bis zu ihrem Umzug nach Berlin im Oktober 1857 lebte.

In dem Haus an der Bilker Straße entstanden zahlreiche Schumann-Kompositionen: so unter anderem die Violinphantasie op. 131, Märchenerzählungen op. 132, Gesänge der Frühe op. 133, Violinsonaten und der Abschluss der Faust-Szenen. Obwohl innerhalb der 24-jährigen kompositorischen Schaffenszeit (1830–1854) die Düsseldorfer Ära nur dreieinhalb Jahre umfasste, schuf Robert Schumann in dieser letzten Lebensphase etwa ein Drittel seines Gesamtwerkes. Auch Clara Schumann komponierte hier ihre letzten Werke, wie u.a. die Romanzen für Violine und Klavier op. 21 und die Sechs Lieder aus Jucunde (Hermann Rollett) op. 23.

Das Haus wird derzeit umgebaut. Hier entsteht ein Schumann-Museum, das Ende 2022 eröffnet werden wird.

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