Andante und Variationen für 2 Klaviere, opus 46.

Robert Schumann.

Hrsg. v. Joachim Draheim und Bernhard R. Appel.
Edition Schott ED 9907.
Mainz et al.: Schott Musik International, 2005

Bis weit ins 20. Jahrhundet hinein erfreute sich Schumanns 1843 entstandenes Andante und Variationen für zwei Klaviere op. 46 großer Beliebtheit und wurde häufig gespielt. Tatsächlich war es für lange Zeit eines der ganz wenigen Werke von Rang für diese Besetzung.

Die beiden Klaviere konzertieren nur wenig miteinander, begleiten sich vielmehr abwechselnd. Insofern lässt sich diese Komposition kaum mit ähnlichen von Mozart, Clementi, Brahms oder Rachmaninow vergleichen. In Schumanns (Euvre zählt es mit zu den beliebtesten Werken und erlebte von Anfang an eine durchgehend positive Rezeption.

Ursprünglich hatte Schumann dieses Werk für eine größere Besetzung konzipiert: Ein Kammerensemble bestehend aus zwei Klavieren, zwei Violoncelli und Horn. Die Umarbeitung zur DuoFassung veranlasste wohl Mendelssohn Bartholdy, dem bei einer ersten Probe der originalen Version auffiel, dass dabei "das Zusammenspiel den begleitenden Instrumenten viel Schwierigkeiten bot". Die gelungene Uraufführung der Fassung für zwei Klaviere sowie gute Kritiken für Werk und Interpretation führten zu einer raschen Drucklegung von op. 46 bei Schumanns Hauptverleger Breitkopf k Härtel. Clara Schumann spielte es fortan mit wechselnden, aber stets prominenten Partnern sehr häufig in ihren Konzerten. Ebenso Johannes Brahms, der 1893 auch für die Veröffentlichung der ursprünglichen QuintettFassung des Werkes sorgte.

Im Rahmen der von unserer Robert-Schumann-Forschungsstelle bearbeiteten Neuen Ausgabe sämtlicher Werke Schumanns erschien 2001 in Serie 111, Werkgruppe 2 dieses Andante und Variationen für zwei Klaviere op. 46. Die nun vorliegende praktische Ausgabe basiert auf dieser historischkritischen Edition, verzichtet jedoch auf den dort enthaltenen Revisionsbericht. Ein ausführliches Vorwort sowie ein gründlich recherchierter und sorgfältig hergestellter Notentext machen diese Ausgabe zu einer wertvollen Bereicherung für den Notenschrank eines jeden SchumannLiebhabers. Besonders beim selbst vorgenommenen Durchspielen erlebt man auch heute noch die ungebrochen hohe Faszination dieses originellen Werkes.


(Irmgard Knechtges-Obrecht)

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