Schumann-Studien 9.

Ute Bär (Hrsg.):

Im Auftrag der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V.
hrsg. von Gerd Nauhaus.

Sinzig: studio • verlag, erscheint voraussichtlich Ende 2007
ISBN: 3-89564-121-9


Den Schwerpunkt des Bandes bilden Beiträge zum Schumannbild im 20. Jahrhundert, das selbst schon wieder Geschichte geworden ist. Es gilt dies ebenso für die Biographik (Arnfried Edler, Klaus Wolfgang Niemöller und Wolfgang Seibold) wie für die Editorik (Joachim Draheim) und Musikwissenschaft (Ulrich Tadday), für Aufführungspraxis und Interpretation (Thomas Synofzik, Bodo Bischoff, Hans-Joachim Hinrichsen, Michael Struck und Michael Heinemann) wie für die Darstellung Robert und Clara Schumanns im Film (Beatrix Borchard und Matthias Wendt). Am Beispiel von Jörg Widmann erläutert Janina Klassen eine Möglichkeit, sich heute kompositorisch mit Schumanns Musik auseinanderzusetzen. Dass Assoziationen, auf die Schumann wie selbstverständlich anspielte, mehr als hundert Jahre später kaum noch verstanden werden, demonstriert Kazuko Ozawa am Beispiel der "Husaren".

Die "Wanderungen" des Zwickauer Robert-Schumann-Denkmals werfen ein bezeichnendes Licht auf die deutsche Denkmalkultur im 20. Jahrhundert (Ute Bär); anhand der Diskussionen um eine Aufführung von Schumanns Peri im Jahr 1943 werden Versuche, Schumann für die nationalsozialistische Ideologie zu vereinnahmen, offenbar (Gerd Nauhaus). Ergänzend abgedruckt sind der Nachruf auf die bedeutende Musikschriftstellerin Joan Chissell (\dag 31.1.2007) und die Laudationes auf die Zwickauer Schumann-Preisträger 2007, Margit L. McCorkle und Anton Kuerti aus Kanada.

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